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Große Mehrheit für höhere Parkgebühren – Jetzt Bewohnerparken ausweiten und ÖPNV stärken!

Eine deutliche Mehrheit der Bremer*innen ist bereit, für einen Parkplatz vor der eigenen Haustür mehr zu bezahlen. Das zeigt der Abschlussbericht der Machbarkeitsstudie zum Quartiersparken, den die Deputation für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung am heutigen Donnerstag diskutiert.

Während nur 8 Prozent der Befragten in Walle, Findorff, Neustadt und der Östlichen Vorstadt der Meinung sind, dass das Parken kostenlos sein sollte, gaben 85 Prozent an, monatlich mindestens 20 Euro für einen nicht überdachten Stellplatz in Wohnungsnähe zahlen zu wollen. Ein Fünftel wäre sogar bereit zwischen 100 und 150 Euro pro Monat zu bezahlen. Das ist deutlich mehr, als aktuell notwendig – derzeit kostet ein Bewohnerparkausweis in Bremen nur 6,25 Euro im Monat.

Die Studie zeigt zudem: Quartiersgaragen allein werden das Parkproblem in Bremen nicht lösen. Fehlende Wirtschaftlichkeit und der Mangel an Standorten setzen hier enge Grenzen.

Tim Sültenfuß, verkehrspolitischer Sprecher der Linksfraktion in der Bremischen Bürgerschaft, fordert:

„Parkraum ist in unserer Stadt kostbar – und das haben die Bremer*innen längst erkannt! Wir müssen das Bewohnerparken in den innenstadtnahen Stadtteilen wie Neustadt, Findorff, Walle, Schwachhausen, Mitte und der Östlichen Vorstadt jetzt zügig und flächendeckend ausweiten. Angesichts des knapper werdenden Parkraums müssen die Preise für einen Bewohnerparkausweis außerdem endlich auf das Niveau vieler anderer deutscher Städte angepasst werden. Die zusätzlichen jährlichen Einnahmen in Millionenhöhe gehören in den Ausbau von Bus und Bahn – damit der Umstieg vom Auto auf den ÖPNV für alle zur attraktiven Alternative wird.“

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