Linke fordert: Planungen für Najade sofort stoppen!
Wie die Nordsee-Zeitung berichtet, werden Bau und Betrieb der Najade deutlich teurer als bisher angenommen. Das gehe aus einer Machbarkeitsstudie hervor, deren Ergebnisse bisher vom Magistrat der Stadt Bremerhaven unter Verschluss gehalten werden.
Tim Sültenfuß, wissenschaftspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke Bremen, kommentiert: „Es war schon lange abzusehen, jetzt gibt es Gewissheit: Es steht nicht genügend Geld für den aufwendigen Nachbau eines Stahlschiffs zur Verfügung. Insbesondere wird der Betrieb eines solchen Schiffes aber erhebliche zusätzliche Mittel für Ausstattung und die laufenden Ausgaben erfordern – diese sind für das Deutsche Schifffahrtsmuseum (DSM) überhaupt nicht leistbar. Völlig klar war dabei immer, dass es vom Land keinen einzigen Cent für den Neubau oder den Betrieb der Najade geben wird. Alle Mehrkosten müssten von der Stadt Bremerhaven getragen werden. Es wird Zeit, dass die Bremerhavener Stadtpolitik endlich aufwacht und einsieht, dass dieser Neubau zum Scheitern verurteilt ist. Die Planungen für den Neubau der Najade müssen sofort gestoppt werden.“
Dabei steht eine andere Lösung für das Museum in Bremerhaven schon lange im Raum, so Sültenfuß weiter: „Das für den Neubau der Najade eingeplante Geld sollte umgewidmet werden, um den Scharoun-Bau des DSM zu sanieren. Eine solche Verlagerung der Mittel wird nicht einfach, ist aber auch nicht unmöglich. Das Festklammern des Magistrats am Schiffsbau hat uns wertvolle Zeit gekostet, die Gespräche mit dem Bund müssen so schnell wie möglich aufgenommen werden, bevor es zu spät ist.“
Vom Magistrat in Bremerhaven fordert Sültenfuß außerdem mehr Offenheit in der Angelegenheit: „Es kann nicht sein, dass der Magistrat so wichtige Zahlen unter Verschluss hält. Gegenüber dem Wissenschaftsausschuss der Bürgerschaft muss es eine vollständige Transparenz geben.“

